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Was Bewerber wirklich wollen

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Dank der blauen Häkchen bei WhatsApp wissen wir, dass unsere Nachrichten gelesen wurden. Wir wissen wer unsere Insta Story gecheckt hat und dank YouTube „Unboxing“ Tutorials wissen wir schon vor der Lieferung, wie es sein wird unser neues Smart Phone auszupacken.

Die Transparenz in der Kommunikation, aber auch in allen anderen Bereichen ist allgegenwärtig. Dennoch, die Mauer zu euch, lieben Arbeitgebern, ist höher als die Mauer in Trumps kühnsten Träumen. Als Bewerber an Informationen über den potenziellen neuen Arbeitgeber zu kommen, bei dem man seine Lebenszeit und Energie im Austausch für Geld zur Verfügung stellt, artet nicht selten zu einer Mission Impossible aus.

Es gibt Ausnahmen, aber wie das Wort besagt, es sind einige wenige Ausnahmen. Auch heute noch, im 21. Jahrhundert, hält der Großteil der Unternehmen an alten Systemen fest. Mit fatalen Folgen. Stichwort: Schlechte Positionierung beim Engagement um geeignete Fachkräfte. #fachkräftemangel

Um diese Unternehmer zu unterstützen und vielleicht auch ein wenig wach zu rütteln, habe ich im Namen aller Bewerber und besonders im Namen derjenigen, die versuchen sich für einen Berufsweg zu entscheiden, einen offenen Brief an sie verfasst.

Liebe Unternehmer,

ihr braucht uns so sehr wie wir euch – vielleicht braucht ihr uns inzwischen sogar ein wenig mehr.

Warum macht ihr es uns denn dann so schwierig zu euch zu finden?

Wir recherchieren viel. Wir suchen und suchen und hoffen das eine Unternehmen zu finden, bei dem wir uns vorstellen könnten ein Teil davon zu werden. Meistens finden wir nicht viel. Wir durchforsten Websites und Social Media Kanäle. Nichts. Häufig gibt es außer Produktinformationen nichts über euch zu erfahren. Nicht einmal eine Über Uns Seite.

Das schreckt uns ab, wir können keine Bindung aufbauen. Wir können uns nicht entscheiden, ob wir euch sympathisch finden oder nicht. Das schreckt uns nicht nur ab, es hält uns auch davon ab, uns bei euch zu bewerben. Wenn wir nichts über euch erfahren können, verlieren wir das Interesse, wenn es denn jemals da war.

Warum gewährt ihr uns keine realistischen Einblicke in den Arbeitsalltag?

Manchmal gibt es sie doch, die Über Uns Informationen und sogar eine Karriereseite. Da strahlen einen dann Models und stumpfe Stockbilder an. Wir lesen viele gute Sachen. Zu gut, um wahr zu sein, oder? Ihr bietet scheinbar alle ein familiäres Arbeitsklima, bei dem alle sich liebhaben und Spaß haben, Zusatzleistungen (was auch immer diese beinhalten mögen), Gleichberechtigung (sollte das nicht selbstverständlich sein?), usw. usw. Viele schöne Floskeln und bei näherer Betrachtung: nix dahinter.

Wir möchten wissen, wie es wirklich ist bei euch zu arbeiten! Wir brauchen eine solide Entscheidungsgrundlage. Es ist eine wichtige Lebensentscheidung. Wir gehen einen Bund miteinander ein. Wir verpflichten uns dazu, unsere LEBENSzeit bei euch zu verbringen und alles von uns zu geben. Ist es nicht für uns beide das Schlimmste, wenn sich die Realität als vollkommen anders herausstellt und wir nach 4 Wochen wieder kündigen, weil wir die Welt, die uns vorgespielt wurde, bei euch nicht vorfinden?

Warum enthalten eure Stellenausschreibungen ausschließlich Forderungen?

Wir lesen, dass wir diese und jene Voraussetzungen zu erfüllen haben, dass wir diese und jene Qualifikationen mitbringen müssen, dass wir perfekt sein sollen, kurzum: wir sollen die berühmte eierlegende Wollmilchsau sein. Wir erfahren also alles darüber was ihr von uns wollt, aber im Gegenzug erfahren wir weder was wir den ganzen lieben Tag lang bei euch tun sollen noch was für euch als Arbeitgeber spricht.

Ihr gebt uns keinerlei Gründe, warum wir uns für euch entscheiden sollten.

Warum ignoriert ihr uns und meldet euch wochen- oder gar monatelang nicht bei uns?

Nun haben wir uns doch beworben und bangen jeden Tag. Gibt es eine Antwort? Sind wir gut genug? Eine Rückmeldung gibt es nicht. Wir warten 10-14 Tage, fassen uns ein Herz und rufen an. Eine unfreundliche Stimme meldet sich am anderen Ende. Wir stören. Man hält uns weiter hin. Man melde sich bald. Hat unser Gesprächspartner unseren Namen überhaupt notiert? Hilflos bedanken wir uns und legen auf. Und hoffen weiter. Und warten. Warten. Warten. Manchmal gibt es einige Monate später eine Antwort. Manchmal auch nicht. Das ist schade. Wir reden darüber mit Freunden und Bekannten, um uns Rat zu holen. Ein gutes Licht wirft das nicht auf euch. Vielleicht waren wir vorher von eurem Produkt begeistert, sogar eure besten Kunden. Jetzt sind wir es nicht mehr.

Hochachtungsvoll,

Eure Bewerber / potenziellen neuen Mitarbeiter / Retter

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Stressfaktor: Work-Life-Balance

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Die Work-Life-Balance ist in aller Munde und insbesondere bei Arbeitgebern zu einer beliebten Floskel geworden. Mehr als eine Floskel ist sie in den meisten Fällen tatsächlich nicht – insbesondere in der Gastronomie.

Brauchen wir diese Work-Life-Balance überhaupt in der Gastronomie & Hotellerie?

Unserer Auffassung nach lautet die Antwort auf diese Frage: Nein. Im Gegenteil, sie kann sich eher als zusätzlicher Stressfaktor herausstellen. Wie im HOGAPAGE Ratgeber Artikel vom 24.01.2017 bereits ausdrücklich formuliert: „[…] Vergiss die Suche nach deiner Work-Life-Balance!“ Damit ist nicht gemeint, dass man in der Branche 24/7 im Dienst stehen soll. Es geht lediglich darum, sich kein Hobby aufzuzwingen, auf das man im Grunde genommen keine Lust hat.

Der Trend zur Selbstfindung zieht seine Kreise und löst damit -bei mehr Menschen als man meinen mag- unsagbaren Stress aus. Sie fühlen sich unter Druck gesetzt. Der Mensch will immer dazugehören, mitreden und bloß nicht als „öde“ dastehen, wenn alle anderen von ihren neuen Hobbies erzählen. Was passiert also? Sie suchen sich den vermeintlich notwendigen „Ausgleich“ in Form eines neuen „pseudomodernen“ Hobbies wie Full Body Performance Beach Running (im Volksmund auch Joggen am Strand genannt) beispielsweise und hetzen von einem Termin zum nächsten. Gerade in der Gastro kann es oft mal vorkommen, dass man nicht um Punkt 18:00 Uhr Feierabend macht. Wenn man es dann nicht rechtzeitig zum FBPBR-Treff um 19:00 Uhr schafft, ärgert man sich. Das kommt immer wieder vor. Der Frust wächst und wächst und staut sich.

Eure Zeit ist begrenzt. Vergeudet sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lasst euch nicht von Dogmen einengen – dem Resultat des Denkens anderer. Lasst den Lärm der Stimmen anderer nicht eure innere Stimme ersticken. Das Wichtigste: Folgt eurem Herzen und eurer Intuition, sie wissen bereits, was ihr wirklich wollt.

Steve Jobs

Müssen Sie sich das ernsthaft antun?

Fehlt Ihnen wirklich etwas in Ihrem Leben oder schätzen Sie sich zum Ausgleich schon mit Familienzeit und Nichtstun glücklich? Sie müssen nicht bei jedem Trend mitziehen. Jeder Mensch ist anders. Nicht jeder braucht einen Ausgleich mit Yoga und Zen Meditation oder FBPBR. Sind die spontanen Treffs mit Freunden nicht ohnehin viel angenehmer als erzwungene Körperverrenkungen zum Beispiel? Sorgen Sie für Ihre persönliche Balance, für Momente in denen Sie einfach abschalten können. Schauen Sie dabei jedoch ausschließlich auf sich selbst. Ihnen muss es gut gehen. Die Erwartungen oder gar gesellschaftlichen Zwänge in Ihrem Umfeld haben damit nichts zu tun.

Hand aufs Herz

Außerdem – seien wir ehrlich. Als Hotel- und Gastromitarbeiter stehen wir doch auf diesen (positiven) Stress, wenn drei Touristenbusse gleichzeitig zum Check In vorfahren; wenn das Wetter plötzlich schön wird und die Terrasse sich von 0 auf 100 mit Gästen füllt, wenn ein großes Event ausgerichtet werden will; etc. All das meistern wir im Team mit großartigen Kollegen um uns herum. Das sind genau die Situationen, in denen wir aufblühen und uns so richtig lebendig fühlen!

Und ist es nicht so, dass ein starker Selbstwert gepaart mit Stolz auf sich selbst, die gemeinsamen Erfolge im Team und die Dankbarkeit in den Augen & Worten der Menschen, für die wir alles geben, nicht all den Stress kompensieren?

Da haben Sie Ihre Work-Life-Balance.

Wir lieben krumme Dinger

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Fakt ist: wir Menschen lieben Essen. Gutes Essen hat für die meisten von uns einen sehr hohen Stellenwert. Wir denken immer ans Essen – laut einer Studie der Universität Ohio mindestens ein Mal pro Stunde. Die Aussicht auf ein gutes Mittag- oder Abendessen stimmt uns froh. Die Banane am Morgen gibt unseren Hirnzellen Power. Deswegen lieben wir sie so, diese krummen Dinger.

Obst, Wasser & Kaffee gratis - und zur Mittagspause?

Viele Unternehmen bieten es ganz selbstverständlich an. So verwundert es nicht, dass viele Arbeitnehmer dies auch schon als Basic voraussetzen und erwarten. An der Grundversorgung seiner Mitarbeiter sollte man also im Idealfall nicht sparen.

Der Vormittag ist geschafft, der halbe Tag rum und nach der Mittagspause vergeht der Tag gleich viel schneller. Jeden Tag dasselbe Spiel: Wohin zum Lunch und was essen?

„Ich wollte mich doch eigentlich gesünder ernähren, aber es wäre jetzt viel einfacher zum Fast Food Dealer um die Ecke zu gehen…“

Verfügt Ihr Unternehmen über eine eigene Mitarbeiterkantine ist es ziemlich einfach. Eigentlich.

Was sollte eine Mitarbeiterkantine können?

Laut der Stepstone Studie „Jobsuche im Fokus“ vom 30.09.2018 wünschen sich immerhin 46% der Arbeitnehmer eine Kantine bzw. einen Essenszuschuss. Befragt wurden 30.000 Fach- und Führungskräfte.

Eine Kantine sollte allerdings mehr können als „existieren“. Mitarbeiter wünschen sich ein angenehmes Ambiente. Die Räumlichkeiten sollten also ansprechend gestaltet und einladend sein. Einen angemessenen Rahmen für das Socializing mit den Kollegen bieten. Das steigert den Wohlfühlfaktor und letztlich auch die Mitarbeiterbindung.

Das Essensangebot sollte über Schnitzel und Pommes hinausgehen, qualitativ hochwertig und abwechslungsreich sein. Wie wäre es mit Thementagen zum Beispiel? Jeder sollte die Möglichkeit haben auch etwas Gesundes zu finden. Vegetarische und vegane Speisen (die über den Beilagensalat ohne Dressing hinausgehen) kommen als Alternative immer wieder gut an – nicht nur bei Vegetariern.

Zu guter Letzt sollte natürlich auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmen.

Passt das alles, so haben Sie schon einmal viel für die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter getan. Und weit mehr als andere. Auf Bewertungsportalen wie kununu und glassdoor ist immer wieder zu sehen, wie bedeutsam die oben genannten Faktoren sind.

 

Ich selbst habe schon einmal für einen Konzern gearbeitet, der ein eigenes Restaurant für seine Mitarbeiter hatte. Dieses wurde auch nicht unsexy Kantine genannt, sondern hatte einen richtigen (Restaurant-) Namen. Die Grundzufriedenheit der Mitarbeiter in diesem Unternehmen war tendenziell eher negativ. Positiv konnten sie sich nur über dieses Restaurant äußern. Letztlich war dies ein so ausschlaggebender Punkt, dass sie es sich drei Mal überlegten, bevor sie sich nach einem anderen Arbeitgeber umsahen. Mitarbeiterbindung par excellence.

 

Alternativen

Ihr Unternehmen besitzt keine eigene Kantine und auch nicht die Möglichkeit eine einzurichten? Kein Problem. Werden Sie kreativ. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern einen Mehrwert. Mit etwas Initiative ist das kostengünstig umsetzbar.

Da gibt es zum einen die digitale Essensmarke von Spendit, mit der Sie Ihren Mitarbeitern die Kosten für ihr Mittagessen bis zu einem bestimmten Betrag steuerfrei erstatten können.

Zum anderen gibt es noch das gute alte Networking. Vernetzen Sie sich mit den Gastronomen in Ihrer Umgebung und handeln Sie einen Deal aus, der Win-Win für beide Seiten darstellt.

Wie kann so ein Deal aussehen?

  • Wählen Sie Gastronomiebetriebe in Ihrer Nähe aus. Dabei sollte das Angebot breit gefächert und für jeden etwas dabei sein: Gesund, Fast Food, Bäckerei, Veggie, etc.
  • Vereinbaren Sie einen Rabatt mit den Gastronomen, den Ihre Mitarbeiter in Anspruch nehmen können, wenn sie in ihrer Mittagspause dort essen gehen und sich entsprechend ausweisen können.
  • Haben Sie eine Vereinbarung gefunden, kommunizieren Sie diesen Mehrwert! Informieren Sie alle Ihre Mitarbeiter.
  • Der Gastronom hat mehr Kundschaft und Ihre Mitarbeiter haben eine gute Auswahl und Rabatt!

Es erscheint Ihnen vielleicht als unbedeutende Kleinigkeit, aber es macht einen Unterschied. Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken. Wir haben mit dieser „kleinen“ Maßnahme bei unseren Projekten sehr gute Erfahrungen gemacht. So haben wir für einen unserer Kunden das „LunchBand“ entwickelt. Dieses dient zum einen als Identifikationsmerkmal beim Gastronomen und hat sich darüber hinaus als Mode Accessoire bei den Mitarbeitern entwickelt.

Es ist einfach

Erfüllen Sie das Grundbedürfnis des Menschen nach Nahrung und tun Sie ihm damit etwas Gutes- und sich selbst. Mit einfachen Maßnahmen können Sie Ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern, Ihre Mitarbeiter an sich binden und dafür sorgen, dass sie bei Ihnen zufrieden sind.

Unterforderung – Motivations- und Effizienzkiller No. 1

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Wir wissen inzwischen viel über Burn-Out und die viel diskutierte Überforderung und Überlastung am Arbeitsplatz. Nicht minder bedeutend, aber weit weniger diskutiert, ist die Unterforderung am Arbeitsplatz. Auch bekannt als Bore-out. Ein unterschätztes Phänomen, welches jedoch gravierende Auswirkungen auf die Rentabilität eines Unternehmens und insbesondere auf die Gesundheit des betroffenen Mitarbeiters hat.

Vielleicht haben Sie es selbst auch schon einmal am eigenen Leib erfahren. Sie sind auf sachbearbeitender Ebene tätig. Ihr Vorgesetzter schiebt Ihnen stumpfe „abarbeiten“-Aufgaben zu. Diese sind sicher nicht unwichtig, aber sie müssen dafür den Kopf nicht einschalten. So verbringen Sie jahrelang – 8 Stunden an jedem Werktag Ihrer Lebenszeit – an Ihrem Schreibtisch und führen Arbeiten aus, die Sie in keinster Weise fordern.

Zu Beginn fällt es Ihnen wahrscheinlich selbst nicht auf. Bis zu dem Tag, an dem Sie bemerken, dass Sie keine eigene Meinung mehr haben. Bis zu dem Tag, an dem ein neuer Kollege den Grund Ihrer Aufgaben hinterfragt. Sie schalten Ihren Kopf wieder ein und es fallen Ihnen bessere Wege ein oder Ihnen wird bewusst, dass Sie mehr wollen. Sie sprechen Ihren Vorgesetzten an und bitten um neue Aufgabengebiete. Vielleicht können Sie ihm etwas abnehmen.

Die Reaktion?

In den meisten Fällen gibt es zunächst keine Reaktion. Dann wird Ihnen versprochen etwas zu finden. Am Ende bekommen Sie aber nur mehr „Abschreib“-Arbeiten, die keinerlei Hirnaktivitäten bedürfen. Da der Großteil der Menschen zunächst auf sich selbst schaut, werden Sie sich fragen, woran das liegt. Liegt es an Ihnen? Traut man Ihnen nicht mehr zu? Sind Sie nicht qualifiziert genug? Doch Sie sind es. Und wenn Ihnen eine bestimmte Qualifikation fehlt, so gibt es Schulungen dafür.

Sicher sollte man immer erst bei sich beginnen. Vergessen Sie aber nicht eine wichtige Komponente. Ihr Gegenüber. Er wird seine eigenen Gründe dafür haben, warum er Ihnen nicht mehr Verantwortung überträgt. Denn auch er schaut als Erstes auf sich. Aber anders. Er erkennt eine Konkurrenz in Ihnen. Eine, die er fürchtet. So ist es bedauerlicherweise weit verbreitet, dass Vorgesetzte ihr Wissen für sich behalten und keinerlei Verantwortung abgeben, weil sie unentbehrlich sein wollen. Sie meinen zumindest unentbehrlich zu sein.

Die Konsequenzen

Doch welche Konsequenzen eine solche Strategie hat, sieht kaum jemand. Denn wie geht es einem Mitarbeiter, der in seinem Alltag unterfordert ist? Er ist unzufrieden, gelangweilt und demotiviert. Die Aufgaben, die er tagtäglich zu bewältigen hat, macht er inzwischen mit links. Innerhalb einer Stunde. Wie füllt sich denn nun der Rest des Arbeitstages? Um sich eben diese Gedanken nicht machen zu müssen, spart er sich seine Aufgaben auf und verschiebt sie auf später. Die klassische Prokrastination tritt ein. Das Ziel: nur irgendwie die 8 Stunden absitzen. Dazwischen wird dann noch ein wenig mit den Kollegen gequatscht und im Internet gesurft. Aber irgendwann hat es sich ausgesurft. Das Bore-out Syndrom wird Teil des Alltags und Teil des Lebens.

Die wenigsten sprechen darüber. Jeder Versuch endet mit einem müden belächeln der anderen. Es wird als Luxusproblem wahrgenommen. Tatsächlich ist es alles andere als ein Luxusproblem. Denn sie macht krank – diese lähmende Langeweile. Die ständige Unzufriedenheit und Unterforderung. Sie gefährdet die Gesundheit. Viele der Betroffenen, zu denen ich mich vor gar nicht allzu langer Zeit selbst noch zählte, leiden unter depressiven Verstimmungen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Antriebslosigkeit.

Was tun?

Zustände, die keineswegs unbeachtet bleiben sollten. Als Unternehmer und Vorgesetzte, sollten Sie einen neutralen und realistischen Blick auf die Abläufe in Ihrem Hause und auf Ihre Mitarbeiter werfen. Was könnte dieser Mitarbeiter nicht alles für Sie leisten, wenn er sein volles Potential nutzen und entfalten dürfte?

Als Mitarbeiter sollten Sie reflektieren und Ihre Konsequenzen daraus ziehen, wenn Sie erkennen, dass Sie sich in einer solch unglücklichen Lage befinden. Geben Sie sich nicht damit ab und fürchten Sie sich nicht vor neuen Herausforderungen. Ich selbst habe lange gezögert. Wollte meine vermeintliche Sicherheit nicht aufgeben. Wie befreiend der Beschluss und die daraus folgenden Taten waren – ein kaum in Worte zu fassendes Glück. Ein Glück, das ich mir selbst beschert habe.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

Ehrenamt. Für uns Ehrensache.

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„Tue Gutes und rede darüber“ – eine Herangehensweise, die lange verpönt war und in gewisser Weise immer noch ist. Warum? fragen wir uns. Jeder Mensch sucht nach Sinnhaftigkeit in seinem Sein und wenn sein Arbeitsplatz ihm das nicht bietet, dann bleibt das eigenständige Engagement. Der ein oder andere braucht vielleicht eine Inspiration. Warum sollte man also nicht darüber reden?

Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren gibt es unendlich viele. Ohne die freiwilligen Helfer in all den unterschiedlichen Bereichen wäre das Leben sehr trist. Die Zeit titelte „Die Stützen der Gesellschaft – Wie arm wäre Deutschland ohne das Ehrenamt?“.

Trist wäre es nicht bloß für diejenigen, die Hilfe bekommen. Für den, der im Ehrenamt Hilfestellung leistet, ist es gleichermaßen eine Bereicherung. Ob er das zugeben mag oder nicht.

Selbstlosigkeit vorausgesetzt?

Selbstlos geben, ohne zu nehmen. Das ist edel. So heißt es. Doch gibt es diese 100%ige Selbstlosigkeit überhaupt? Unserer Auffassung nach gibt es sie nicht wirklich. Natürlich sollte man geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, aber tatsächlich bekommt man immer auch etwas zurück. Vielleicht nicht monetär. Doch mindestens ein gutes Gefühl. Je nachdem in welchem Bereich Sie sich engagieren, ist das ROI sehr unterschiedlich, aber nie unbedeutend.

Da Engagement für Andere, für die eto Personalmarketing GmbH eben immer auch Ehrensache ist, integrieren wir es in unseren Arbeitsalltag. Wir schätzen uns glücklich einer Tätigkeit nachgehen zu dürfen, die einen tieferen Sinn hat. Dennoch ist es uns wichtig, darüber hinaus diejenigen mit unserer Expertise zu unterstützen, die sie brauchen.

#makebetriebssportgreatagain

Unser Geschäftsführer Jan Steffen engagiert sich als ehrenamtlicher Landesvorsitzender des Landesbetriebssportverbands Bremen. Für in weitestem Sinne sportliche Teambuilding Aktivitäten. Manchmal können die innerbetrieblichen Maßnahmen zu einfach sein. So einfach, dass sie in Vergessenheit geraten. Da setzt Jan Steffen an. Nach dem Motto #makebetriebssportgreatagain macht er dieses einfache Tool wieder für alle sichtbar. Das Angebot des LBSV ist vielseitig und für jeden Betrieb lässt sich das passende finden. Mannschaftssport stärkt den Zusammenhalt eines Teams und wirkt sich in letzter Konsequenz immer auch positiv auf das Betriebsklima und ja, auch auf die erwirtschafteten Zahlen, aus. Wäre das vielleicht auch das Richtige für Sie?

Nachwuchsförderung gegen den Fachkräftemangel

Ich selbst engagiere mich privat und beruflich für die Joblinge Initiative. Wir teilen die Auffassung, dass man einfach niemanden aufgeben darf. Die Joblinge Teams fördern junge Menschen auf kreative Art und Weise und unterstützen sie dabei, im Berufsleben Fuß zu fassen. Im ersten Schritt mit einer Ausbildung. Was wir damit zu tun haben? Wir unterstützen die Bremer Niederlassung bei der Vernetzung mit Unternehmen & Vereinen und geben Bewerbertrainings für die Teilnehmer. Darüber hinaus nehme ich am Mentoring Programm teil und unterstütze die mir zugewiesene Jugendliche auf ihrem Lebensweg. Was mit der Vermittlung von jungen Menschen in Ausbildung begann, hat sich inzwischen zu einer aktiven Antwort auf den Fachkräftemangel entwickelt. Dass das Engagement der Initiative und ihrer Unterstützer sich auszahlt, zeigt sich in den hohen Vermittlungsquoten. Win Win für alle Seiten also. Da der persönliche Gewinn unserer Meinung nach kein Tabu ist, schildere ich hier gerne meinen. Ich empfinde es als absolut bereichernd mich als Mentorin zu engagieren. Ich erhalte einen Einblick in die Lebenswelt eines anderen Menschen, kann etwas bewirken, helfen und werde gebraucht. Wer mag dieses Gefühl nicht? Bei den Bewerbertrainings habe ich die Möglichkeit mich mit dem Nachwuchs auszutauschen und so direkt an der Zielgruppe zu sein. Das fördert mein Verständnis für ihre Anforderungen und Bedürfnisse. Letzteres stellt für mich persönlich schon einen Mehrwert dar. Es erweist sich jedoch auch für meine berufliche Tätigkeit als absolut hilfreich. Denn nur wer die Zielgruppe kennt, kann sie auch erreichen. Das tun wir für unsere Kunden.

Und Sie so?

Welchem Ehrenamt gehen Sie nach? Wäre eines unserer Beispiele auch etwas für Sie? Für mehr Inspiration, schauen Sie sich doch auf der Website der Bundesregierung oder in der Ehrenamtsbörse um.

Karriere Hotellerie – Eine Generationen-Frage?

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Auf unserem „Nacht der Hotellerie“-Blog haben wir die Frage gestellt, ob die Entscheidung für oder gegen eine Karriere in der Hotellerie eine Generationen-Frage ist. Diesen Gedanken möchten wir hier aufgreifen und weiter ausführen.

Die Kernfragen, mit denen sich viele Arbeitgeber auf Nachwuchssuche heute beschäftigen lauten: „Wie kann ich die Generationen Y und Z erreichen? Was wünscht sich die Zielgruppe?“ Laut der 2016 Global Talent Trends Study von Mercer, ist es wichtiger denn je, dass Arbeitgeber die veränderte Ausgangslage und die Bedürfnisse der so genannten Digital Natives verstehen, bewerten und entsprechend agieren. Sie haben das Bedürfnis nach ehrlicher Begegnung, nach Sinnhaftigkeit, Nachhaltigkeit und nach authentischen Erlebnissen.

Y = WHY? & Z = Das Ende?

Allzu starre Strukturen und Arbeitszeiten sind für die Generation Y eher unattraktiv und so ist es nicht verwunderlich, dass Flexibilität ihnen wichtig ist. Dafür sind sie aber auch bereit, am Wochenende oder falls nötig auch nach Feierabend noch zu arbeiten – es muss nur einen Sinn für sie haben. Nicht umsonst wird sie die Generation Y (also WHY?) genannt, denn sie hinterfragen alles und jeden Zweck. Wer da auf festgefahrene Strukturen und Prozesse beharrt und auf die Fragen nichts weiter als „Das haben wir hier immer so gemacht“ zu entgegnen hat, der hat definitiv schlechte Karten. Weiterdenken und reflektieren lautet die Devise. Diese Fragen kann man als Unternehmer und/oder Führungskraft ganz wunderbar nutzen, um einen anderen und neuen Blick auf sein Schaffen zu bekommen. Wenigstens im stillen Kämmerlein sollte man diese Inspiration als solche nutzen und ggf. im Austausch mit den Mitarbeitern neue Prozesse ausprobieren und definieren oder die bestehenden zumindest zufriedenstellend vertreten.

Die Generation Z hingegen legt großen Wert auf eine strikte Trennung von Berufs- und Privatleben. Wenn um 17 Uhr Feierabend ist, dann lassen sie um Punkt 17 Uhr den Stift fallen. Danach zählt nur noch das Privatleben – mit Firlefanz aus dem Büro möchten sie sich in ihrer Freizeit nicht mehr beschäftigen und wissen hier ganz klar Prioritäten zu setzen. Work-Life-Balance lautet das Stichwort und darüber wird nicht nur gesprochen, sondern es wird auch in die Tat umgesetzt. Besser als alle anderen Generationen vor ihnen, wissen sie die Informationsflut der Sozialen Medien zu kontrollieren. So fällt es ihnen auch nicht schwer nach 17 Uhr nicht mehr ihre Mails zu kontrollieren und zu beantworten.

Kein Nachwuchs mehr für die Hotellerie?

Das ist die Frage aller Fragen. Ungerechtfertigterweise wird von vorangegangenen Generationen oft behauptet, dass die „jungen Leute“ heute nicht mehr wissen, was harte Arbeit bedeutet und, dass sie dazu nicht imstande sind. Kann man das wirklich so verallgemeinert in den Raum stellen und das ja oft von Menschen, die seinerzeit ebenso von ihren Eltern kritisiert wurden? Die Antwort lautet selbstverständlich NEIN, obwohl es auf einige vielleicht zutreffen mag. Dennoch, es war noch nie klug alle Menschen über einen Kamm zu scheren. Das gilt nicht nur für Nationalitäten, Kulturen, Geschlechter, etc. sondern eben auch für die Generationen.

Fakt ist, die Hotellerie war noch nie eine Branche für Jedermann. Sie eignete sich noch nie wirklich für diejenigen, die einfach stumpf einen Job ausführen wollen. Wenn man für sie brennt, seine Leidenschaft für sie entdeckt, sich an ihr erfreut, Spaß dabei hat und seinen persönlichen Sinn in ihr findet, dann ist das keine Frage der Generation. Es ist eine menschliche Frage und eine emotionale. Als Branchenvertreter und Arbeitgeber auf Nachwuchssuche ist es Ihre Aufgabe diese Emotion zu wecken, sie sichtbar zu machen und vor allen Dingen sie zu leben. Erreichen Sie die Menschen.

Das Team der eto Personalmarketing ist Ihnen gerne dabei behilflich. Kontaktieren Sie uns einfach ganz unverbindlich, wenn Sie einen neutralen Blick und neue Eingebungen wünschen.

Die Nacht der Hotellerie – Mehr als nur eine Job Messe

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Wussten Sie schon immer, was Sie einmal werden wollen? Wie kam es zu der Entscheidung den Weg zu gehen, den Sie gegangen sind? Waren Ihre Eltern oder Freunde Einflussfaktoren oder hatten Sie einen Berufsberater? Sehr unwahrscheinlich ist, dass Sie Ihre Inspiration auf einer anonymen und kalten Jobmesse bekommen haben, bei der sich ein Unternehmen an das andere reiht – kaum möglich sich individuell zu präsentieren und Ihnen die Branche authentisch nahe zu bringen.

Gewöhnliche Job Messen sind für gewöhnlich einfach nur laut und dennoch fad. Man nimmt sie an, aber sie erreichen einen nicht.

Dem steuert die Nacht der Hotellerie entgegen. Alle fragen sich „wie kann ich die Generationen Y und Z erreichen? Was wünscht sich die Zielgruppe?“ Ganz so weit entfernt von dem, was Sie sich damals vielleicht gewünscht haben ist es tatsächlich nicht. Sie haben das Bedürfnis nach ehrlicher Begegnung und nach authentischen Erlebnissen. In der Berufsorientierung ist es wichtiger denn je, einen realistischen Einblick in das mögliche Berufsfeld zu gewähren und genau das macht die Nacht der Hotellerie.

Fernab von kalter Messehallen Atmosphäre wird die Hotellerie im Hotel selbst erlebbar gemacht. Dabei stehen Bremer Hoteliers den jungen Menschen und ihren Eltern Rede und Antwort. Das Besondere ist aber, dass nicht nur sie erzählen, sondern auch ihre Azubis. Echter und näher kommt man sonst nur selten an die Macher der Hotellerie.

Versetzen Sie sich noch einmal in Ihre Jugend zurück. Sie sind 16 Jahre alt und wissen noch nicht wo es beruflich hingehen soll. Sie betreten ein klassisches Hotel, wo Sie in einer funkelnden Lobby mit einem Lächeln willkommen geheißen werden.

Sie betreten die Räume und bekommen Einblicke, die man sonst nie bekommt – in eine Suite zum Beispiel. Dabei erfahren Sie, wer hier schon alles übernachtet hat, wie die Erwartungen der Gäste aussehen und welche Rolle Sie dabei spielen, dass die Gäste einen schönen Aufenthalt haben. Weiter geht es an die Bar, wo ein erfahrener Barkeeper und die Azubine des Hauses gerade zeigen, wie man richtige Cocktails macht. Sie verspüren die Lust mitzumachen und geführt von den Profis shaken Sie Ihren ersten richtigen Cocktail (alkoholfrei natürlich) und werden für Ihre Souveränität dabei bejubelt. Danach zieht es Sie zum Küchen Workshop, wo die meisten sich aufhalten, denn klar gutes Essen mag jeder. Der Küchenchef persönlich stellt mit der Unterstützung seines Azubis gerade selbst Pasta her – wow – frisch und nicht aus der Tüte. Selbst mal machen? Klar, nur zu – mit der Anleitung des Kochs kein Problem. Probieren darf man natürlich auch all die verschiedenen Leckereien, die einem da vorgeführt werden. So zieht sich der Rundgang in alle Bereiche des Hotels weiter.

Am Ende haben Sie viele neue Eindrücke gewonnen und können abschätzen, ob diese Branche etwas für Sie ist oder nicht, denn für die wunderbare Welt der Hotellerie muss man in gewisser Weise geschaffen sein. Vielleicht haben Sie nach Ihrem Rundgang noch konkrete Fragen, die Sie den Hoteliers oder den Azubis direkt stellen. Vielleicht haben Sie sich schon Ihr Wunschhotel ausgeguckt und können an dem Stand konkret nachfragen oder sich direkt bewerben – alles ist möglich.

Neben dem Gastgeber Hotel präsentieren sich viele weitere namhafte Hotels an ihren jeweiligen Ständen und informieren über Ausbildung und Arbeit in ihrem Hause. Da die Hotelfachausbildung auf einem dualen System basiert, ist auch das Schulzentrum Rübekamp mit einem Informationsstand vertreten sowie die Handelskammer Bremen und Bremerhaven und der DEHOGA Bremen.

Hinter diesem rundum stimmigen Konzept steckt unser Geschäftsführer Jan Steffen, der die Nacht der Hotellerie 2016 im Atlantic Grand Hotel erstmals ins Leben rief, um einerseits dem Nachwuchsmangel in der Hotellerie etwas entgegenzusetzen und um andererseits jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen.

Das Event war so erfolgreich, dass es seither jährlich stattfindet. Nach dem Dorint Park Hotel im vergangenen Jahr, freuen wir uns, dass wir am 13. November 2018 mit dem Courtyard by Marriott Bremen wieder einen namhaften Vertreter der Branche als Gastgeber haben werden. Der Eintritt ist für Besucher kostenfrei, lediglich um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Mehr über die Nacht der Hotellerie, Presse- und TV-Beiträge, erfahren Sie hier:

https://www.nacht-der-hotellerie.com/

Neue Wege im Personalmarketing

Richtig Bewerben – Wer bei Wem?

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Auf zahlreichen Kanälen wird uns detailliert erklärt, wie man sich als Bewerber zu verhalten hat, um Erfolg bei der Jobsuche zu haben – das geht mit der Erstellung der Bewerbungsunterlagen los und endet mit dem Auftreten beim Vorstellungsgespräch.

Im 21. Jhdt. wird noch immer verlangt ein Anschreiben aufzusetzen, ohne zu unterscheiden bei welcher Berufssparte das Sinn macht und bei welcher nicht. Ein kurzes Beispiel aus der Hotellerie: Es kann sicherlich sinnvoll sein von einer Rezeptionistin ein Anschreiben sehen zu wollen, aber diese Hürde einem Koch aufzubürden ist nahezu absurd. Da wundert sich eine ganze Branche wo die Köche abgeblieben sind, wenn man ihnen solche Steine in den Weg legt – soll er für Ihre Gastronomie kochen oder Romane schreiben? Bevor ich ins Thema hausgemachter Fachkräftemangel rutsche, zurück zum Kernthema.

Was erfahren wir also bei unserer Recherche? Als Bewerber soll man jung sein, zugleich am besten 10 Jahre Berufserfahrung aufweisen, stilistisch makellose Bewerbungsunterlagen einreichen, klassische Wege einschlagen und bloß nicht aus der Reihe tanzen, selbstbewusst und gleichzeitig devot auftreten, usw. Diese Liste könnte man noch ewig weiterführen. Karriere Experten geben einem Tipps für Vorstellungsgespräche – Wie kleiden? Wann genau da sein? Wie reden? Wie vorbereiten? Wie auftreten? Welche Fragen stellen? Wie verabschieden?

Recruiting Personalmarketing

Ehrfürchtig soll der Bewerber der „Übermacht“ gegenübertreten. Das wird einem von all diesen Ratgebern, zu denen auch Lehrer gehören (oft die ersten, die einem dabei helfen eine Bewerbung aufzusetzen) suggeriert. Als Bewerber stellt man das Unternehmen unwillkürlich auf ein Podest und siedelt sich selbst als niederer Bittsteller ganz unten an und die Unternehmen fühlen sich königlich wohl in ihrer Rolle als diejenigen, die in dem Moment über den Verlauf eines Berufsweges entscheiden und die sich dabei alles erlauben dürfen.

Wir kommen also ganz easy an Informationen ran, wie man sich als Bewerber zu verhalten hat. Doch vice versa? Nichts. Gähnende Leere. An dieser Stelle möchten wir inständig für einen Bewerbungsmanagement-Knigge für Unternehmen plädieren. Am besten wird es wohl sein, selbst eines aufzusetzen. Folgt…

Die oben beschriebene Kultur ist ungefähr so passé wie Erbseneintopf. Arbeitgebern sollte bitte endlich bewusst werden, dass auch sie sich in ihrer Kommunikation und Präsenz bei den Kandidaten bewerben und sie ihre Vakanzen sicher nicht gefüllt bekommen, wenn sie nicht von ihrem hohen Sockel heruntersteigen.

Step by Step.

Der erste Schritt ist die Stellenanzeige. Sie ist das Bewerbungsschreiben des Unternehmens an potentielle Bewerber. Das scheint erstaunlich wenigen bewusst zu sein. Eine schier endlose Auflistung unfreundlich formulierter Anforderungen und Null Gründe, warum ein Bewerber auf diese Anzeige reagieren sollte, ist die Realität. An dieser Stelle fasse ich mich kurz und erlaube mir auf den letzten Blogbeitrag zum Thema Stellenanzeigen zu verweisen.

Weiter geht es mit der Kommunikation. Wie verhalte ich mich als Personaler mit den eingehenden Bewerbungen? Scheinbar auch heute tatsächlich noch en  vogue ist es, Bewerbungen, die einem womöglich gerade nicht passen zu ignorieren, nicht zu beantworten oder auch immer wieder schön: ein halbes Jahr später zu beantworten. Ich selbst habe gestern einen Anruf mit Jobangebot auf eine Initiativbewerbung erhalten, die ich im Januar diesen Jahres verschickt hatte! Ist es denn wirklich so schwierig dem Bewerber 2-3 Zeilen zu widmen? Ich war kurz geneigt, der freundlichen Dame, die sich übrigens auch nicht dafür entschuldigte, unsere Dienste der eto Personalmarketing anzubieten.

Das Vorstellungsgespräch. Zeichnen wir einmal das vermeintlich schöne Bild, dass die Bewerbung dem Personaler zusagt und er auch darauf reagiert und zum Interview lädt. Alle freuen sich und alles ist toll. Der Bewerber dreht bei den Vorbereitungen fast durch, so nervös ist er. Der Unternehmer hingegen bereitet sich kaum vor, schafft es gerade noch rechtzeitig den Lebenslauf auszudrucken und empfängt so den Bewerber, für den es gerade um alles geht. Allein das lässt schon beträchtlich an Wertschätzung missen.

eto Personalmarketing

Bei meinen Ausführungen möchte ich nicht verallgemeinern, es gibt sicher auch positive Ausnahmen, aber ich gehe auf den Großteil ein, der sich bei diesem Thema nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dabei greife ich auf Bewertungsportale, eigene Erfahrungen und auf die von Freunden und Bekannten zurück.

Häufig wird das Vorstellungsgespräch von mehreren Personen geführt, was schon einschüchternd wirken kann. Sie beschäftigen sich vorher nicht mit dem Bewerber und betrachten das Gespräch eher als nette Kaffeepause für zwischendurch, ständig mit dem Handy in der Hand. Die einen reden mehr über sich als sein Gegenüber zu Wort kommen zu lassen, die anderen stellen die klassischen (unnützen) Fragen wie „Was sind Ihre Stärken und Schwächen?“ und natürlich auch „Erzählen Sie uns von Ihrem Werdegang“ denn sie haben ja den Lebenslauf vorher nicht gelesen und wiederum andere geben alles darum, den Bewerber aus dem Konzept zu bringen, indem sie zum Beispiel seine Vita kritisieren und unangemessen hinterfragen was bis zur Respektlosigkeit gehen kann. Alles schon erlebt.

Ein Fall möchte hier noch erwähnt werden. Eine namhafte Reederei, die auch als bester Arbeitgeber des Landes ausgezeichnet wurde, lud zum Interview ein. Zwei Damen, die wie Tratsch Schwestern die Köpfe zusammensteckten und sich an einem großen Tisch mir gegenüber am anderen Tischende aufbauten und auf mich herabsahen. Sie erzählten von sich und davon wie toll sie seien, stellten ein paar wenige Fragen und kritisierten mich danach in einer respektlosen Art und Weise dafür, dass ich es gewagt habe mir keine Notizen zu machen „Sie wollen uns doch nicht sagen, dass Sie sich das alles merken können? Also uns konnten Sie nicht überzeugen, aber wir möchten nochmal einen schriftlichen Test mit Ihnen machen, um Ihnen noch eine Chance zu geben.“ Die Königinnen ihres eigenen Reiches staunten nicht schlecht als ich diesen 10-seitigen Test fehlerfrei bestand, boten mir darauf direkt den Job an und riefen mich eine Woche lang täglich an, um mich einzustellen. Da dämmerte es mir das erste Mal „Wer muss hier eigentlich wen überzeugen? Wer bewirbt sich bei wem? Das ist keine Einbahnstraße bei der ich mich als Bewerber erniedrigen muss und nichts von meinem Gegenüber erwarten darf. Wir bewerben uns bei einander und müssen voneinander überzeugen.“ Das Jobangebot lehnte ich selbstverständlich ab, denn das Verhalten hat tief blicken lassen. Nicht nur ich als Bewerber musste mich präsentieren und von meiner besten Seite zeigen, das sollten die Repräsentanten ihres Unternehmens mindestens genauso tun. So habe ich ein Beispiel präsentiert bekommen mit wem und für wen ich auf gar keinen Fall arbeiten möchte.

Das war jetzt nicht einfach nur ein Ausnahmefall – diese Art oder so ähnlich ist in vielen Unternehmen gelebte Praxis. Traurig, aber wahr.

Vorstellungsgespräch eto Personalmarketing

So bleibt uns ein gutgemeinter Rat an die reflektierten Unternehmer und Personaler da draußen, sich und seine Herangehensweisen zu hinterfragen. Wie präsentieren wir uns? Tragen wir nach außen was innen gelebt wird (positiv oder negativ sei dahingestellt, siehe internes Personalmarketing & externes Personalmarketing)? Welchen Eindruck hinterlassen wir? Behandeln wir unser Gegenüber, so wie wir es uns umgekehrt wünschen würden? Ist uns bewusst, dass jeder Bewerber und sein Umkreis immer auch ein potentieller Kunde ist?

Euch lieben Bewerbern da draußen möchten wir eines mit auf den Weg geben: Geht niemals demütig in ein Gespräch, begegnet euren Gesprächspartnern selbstbewusst und auf Augenhöhe. Bleibt höflich, aber lasst euch nicht alles gefallen. Wenn ein Unternehmen einen schlechten Eindruck bei euch hinterlässt, hört auf euer Bauchgefühl und lehnt ein eventuelles Angebot ab. Selbst wenn ihr am Ende enttäuscht seid, denkt daran „es hat nicht sollen sein“ und es war eine Übung auf dem Weg zu eurer persönlichen Bestimmung.

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Stellenanzeigen im Personalmarketing – Die Basics

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Die Bedeutung einer Stellenanzeige wird in vielen Unternehmen jeglicher Branchen leider noch zu oft verkannt. Dabei kann eine gut und kreativ formulierte Anzeige, die sich von anderen abhebt und dann auch noch sinnig platziert wird, bei der Stellensuche wahre Wunder bewirken. Sie ist ein wichtiges Tool im Personalmarketing und hat sogar „die Macht“, zielgenau die richtigen und passenden Bewerber anzuziehen, was jedem Unternehmen im Umkehrschluss Zeit und Kosten spart. Sie kann Ihre Wunschkandidaten gezielt ansprechen, „abholen“ und das Bedürfnis in ihnen wecken, sich für Ihren Betrieb zu entscheiden. Vielleicht ist Ihr Wunschkandidat zu der Zeit noch in fester Anstellung und wusste noch gar nicht, dass er sich verändern wollte – bis er auf Ihre Anzeige gestoßen ist, die so anders ist als alle anderen. Sie weckt den Wunsch dem aktuellen Alltags-Grau zu entkommen und „mehr“ anzustreben. Das vermag eine gelungene Anzeige zu bewirken und so ist sie Teil eines rundum stimmigen Personalmarketing-Konzepts.

Personalmarketing. Personalsuche. Stellensuche

Im Idealfall spiegelt eine Stellenanzeige die gelebte Unternehmensphilosophie wieder und vermittelt ihre Werte, die sich mit denen Ihres potentiellen neuen Mitarbeiters decken, der sich davon wiederum angezogen fühlt und zu diesem Zeitpunkt bereits – unbewusst – eine Identifikation mit Ihrem Unternehmen herstellt. Und ist es nicht das, was jeder Arbeitgeber sich wünscht? Geben Sie Ihrem Inserat also Ihren persönlichen „Touch“. Gerade in der Hotellerie ist Abgrenzung und Herausragen wichtiger denn je.

Wie stellt man das nun am geschicktesten an? Welche Schritte gilt es auf dem Weg zur idealen Stellenanzeige zu nehmen? Fangen Sie bei sich selbst an: wecken Sie Ihre Empathie – versetzen Sie sich immer in die Lage der anderen, aber begehen Sie dabei nicht den Fehler von sich auf andere zu schließen. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern.

Eine gute Anzeige beginnt schon mit dem Job Titel.

Entspricht er den aktuellen Trends – hin zu Karrieren, die sich auf dem internationalen Parkett abspielen? Bringt er die Wichtigkeit des Individuums rüber, die er für das Unternehmen hat? Macht er sich gut in der Außenwahrnehmung – egal ob bei Kunden oder im Umfeld des potentiellen neuen Mitarbeiters sowie letztlich in seinem Lebenslauf? Direkt und salopp ausgedrückt: Ist es eine Jobbezeichnung, mit der man gerne angibt?

Bei der Stellenbeschreibung sollten die Anforderungen und Aufgabengebiete klar dargelegt und formuliert werden, sodass darüber bereits ein realistischer Einblick in die neue Arbeitswelt gewährt wird. „Pimpen“ Sie diese in Ihren Ausdrucksweisen ruhig – geschickt angestellt ziehen Sie so Aufmerksamkeit auf sich als Arbeitgeber sowie auf die zu besetzende Stelle und machen Lust darauf diese auszuführen. Stellen Sie mit Ihren Formulierungen heraus, wie wichtig Ihr künftiger Mitarbeiter für Sie und Ihr Unternehmen ist – denn Hand aufs Herz: Sind es nicht die Alltagshelden, die Ihren Erfolg erst ausmachen?

Personalmarketing. Bewerbung. eto Personalmarketing

Wer hat dem anderen was zu bieten…

Stelleninserate, in denen nur gefordert wird, entsprechen lange nicht mehr dem Zeitgeist, in dem Unternehmen, potentielle Kandidaten ebenso von sich überzeugen müssen wie es umgekehrt der Fall ist. Ja selbstverständlich legen Sie dar, was Sie von Ihrem Wunschmitarbeiter erwarten, doch auch dieser darf Erwartungen haben und wenn unter der Rubrik, was das Unternehmen zu bieten hat, nichts als beliebig austauschbare Floskeln und als Highlight vielleicht noch das alljährliche Grillfest steht, dann gehen Sie in der grauen Masse unter und der potentielle Bewerber registriert Sie unbewusst als einer von vielen, die alle dasselbe (aus)schreiben. Sie haben Ihre Hausaufgaben zum Thema Mitarbeiterzufriedenheit gemacht? Dann kommunizieren Sie es und steigern Sie damit Ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt!

Letztlich sollte ein weiterer wichtiger Aspekt nicht außer Acht gelassen werden: Stellenanzeigen und Karriereseiten werden nicht „nur“ von Arbeitsuchenden wahrgenommen, sondern auch von Kunden und Mitbewerbern. Ein weiterer Grund also, dem Ganzen mehr Aufmerksamkeit zu widmen und für einen durchweg professionellen Auftritt zu sorgen.

Neben dem Personalmarketing mit der Stärkung von Arbeitgebermarken und der Steigerung von Mitarbeiterzufriedenheit, haben wir uns darüber hinaus auf die Erstellung von Stellenanzeigen und allem was dazu gehört, spezialisiert. Wir holen Sie aus der grauen Masse und machen Sie sichtbar.

Fußball. LBSV. eto Personalmarketing Sommer Cup 2018.

eto Personalmarketing macht jetzt auch in Fußball

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Es kommt nicht von ungefähr, dass unser Firmenname auf dem Claim „escape the ordinary“ basiert und so freuen wir uns immer wieder wie Bolle, in den unterschiedlichsten Branchen tätig werden zu dürfen. Ursprünglich haben wir uns bekanntermaßen dem Personalmarketing in der Hotellerie verschrieben, der Branche, in der wir groß geworden sind. Wir möchten unser Wirken aber nicht ausschließlich auf die Hotellerie beschränken, denn am liebsten haben wir unsere Hände überall im Spiel, wo wir helfen können.

So kam es nicht von ungefähr, dass wir als verkannte Fußballexperten jetzt sogar den „eto-Cup“ austragen durften – okay genaugenommen war es der LBSV Sommer Cup 2018, der erstmals stattgefunden hat und den wir offiziell gesponsert haben. Wie es dazu kam?

Es begann alles eines schönen Sommertages im Kleingartenverein Harmonie, wo unser Geschäftsführer einen kleinen, aber feinen Schrebergarten unterhält. Dort lernte er Gartennachbar Bernd kennen, der sich ehrenamtlich im Landesbetriebssportverband Bremen engagiert. Ein lauschiger Sommernachtsabend endete mit ein paar Bier und dem Auftrag für die eto Personalmarketing GmbH, den Web-Auftritt des Fußballverbands zu optimieren.

Wenige Wochen und viele Absprachen später ging die neue Internet Präsenz „made by eto Personalmarketing“ live – die Resonanz war umwerfend. Endlich bekam der https://www.fussball-lbsv-bremen.de die Bühne, die er verdient. Die Betriebe wurden wieder aufmerksam und hatten Lust zu spielen, so auch beim LBSV Sommer Cup 2018, bei dem 5 Betriebe gegeneinander antraten.

eto Personalmarketing Sponsor. eto Sommer Cup. LBSV

Die kameradschaftliche Zusammenarbeit und der unbändige Wille etwas zu bewegen und zu bewirken, haben die eto Personalmarketing und den LBSV zusammengeschweißt.

Als offizieller Sponsor des LBSV Sommer Cups 2018 ließen wir es uns nicht nehmen, diesem Spektakel beizuwohnen und die Pokale höchstpersönlich zu übergeben.  Bei 31 Grad, strahlendem Sonnenschein und musikalischer Untermalung von DJ Malik wurde das Turnier ausgetragen – die Stimmung war bombastisch und die Spiele von einem hohen Maß an Fairness geprägt.

eto Personalmarketing und LBSV Sommer Cup. Fußball. Sieger

Wir übergaben einen Pokal an Alex Pavlenka von ASB Bremen als besten Torwart, einen an Mario Bethmann von MSC Bremen als besten Spieler und zu guter Letzt durften die „Füße Gottes 05“ als erste Mannschaft den Wanderpokal in den Sonnenhimmel strecken. Neben dem Pokal gab es für jeden einzelnen der Siegermannschaft eine original eto Personalmarketing Tasse, die wie die eto selbst, alles andere als gewöhnlich und doch äußerst praktisch ist… für die Wildnis zumindest, die so ein Büro-Dschungel ja gerne auch mal sein kann. Mit einem praktischen Karabinerhaken als Henkel ist sie vielseitig einsetzbar und macht mit ihrer klassischen Edelstahlausführung auch immer etwas her. Und wenn Sie jetzt bestellen…. Spaß beiseite. Es war uns eine außerordentliche Freude, Teil dieses Events gewesen zu sein und wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Projekte.