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März 2019

Stressfaktor: Work-Life-Balance

By | Allgemein

Die Work-Life-Balance ist in aller Munde und insbesondere bei Arbeitgebern zu einer beliebten Floskel geworden. Mehr als eine Floskel ist sie in den meisten Fällen tatsächlich nicht – insbesondere in der Gastronomie.

Brauchen wir diese Work-Life-Balance überhaupt in der Gastronomie & Hotellerie?

Unserer Auffassung nach lautet die Antwort auf diese Frage: Nein. Im Gegenteil, sie kann sich eher als zusätzlicher Stressfaktor herausstellen. Wie im HOGAPAGE Ratgeber Artikel vom 24.01.2017 bereits ausdrücklich formuliert: „[…] Vergiss die Suche nach deiner Work-Life-Balance!“ Damit ist nicht gemeint, dass man in der Branche 24/7 im Dienst stehen soll. Es geht lediglich darum, sich kein Hobby aufzuzwingen, auf das man im Grunde genommen keine Lust hat.

Der Trend zur Selbstfindung zieht seine Kreise und löst damit -bei mehr Menschen als man meinen mag- unsagbaren Stress aus. Sie fühlen sich unter Druck gesetzt. Der Mensch will immer dazugehören, mitreden und bloß nicht als „öde“ dastehen, wenn alle anderen von ihren neuen Hobbies erzählen. Was passiert also? Sie suchen sich den vermeintlich notwendigen „Ausgleich“ in Form eines neuen „pseudomodernen“ Hobbies wie Full Body Performance Beach Running (im Volksmund auch Joggen am Strand genannt) beispielsweise und hetzen von einem Termin zum nächsten. Gerade in der Gastro kann es oft mal vorkommen, dass man nicht um Punkt 18:00 Uhr Feierabend macht. Wenn man es dann nicht rechtzeitig zum FBPBR-Treff um 19:00 Uhr schafft, ärgert man sich. Das kommt immer wieder vor. Der Frust wächst und wächst und staut sich.

Eure Zeit ist begrenzt. Vergeudet sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lasst euch nicht von Dogmen einengen – dem Resultat des Denkens anderer. Lasst den Lärm der Stimmen anderer nicht eure innere Stimme ersticken. Das Wichtigste: Folgt eurem Herzen und eurer Intuition, sie wissen bereits, was ihr wirklich wollt.

Steve Jobs

Müssen Sie sich das ernsthaft antun?

Fehlt Ihnen wirklich etwas in Ihrem Leben oder schätzen Sie sich zum Ausgleich schon mit Familienzeit und Nichtstun glücklich? Sie müssen nicht bei jedem Trend mitziehen. Jeder Mensch ist anders. Nicht jeder braucht einen Ausgleich mit Yoga und Zen Meditation oder FBPBR. Sind die spontanen Treffs mit Freunden nicht ohnehin viel angenehmer als erzwungene Körperverrenkungen zum Beispiel? Sorgen Sie für Ihre persönliche Balance, für Momente in denen Sie einfach abschalten können. Schauen Sie dabei jedoch ausschließlich auf sich selbst. Ihnen muss es gut gehen. Die Erwartungen oder gar gesellschaftlichen Zwänge in Ihrem Umfeld haben damit nichts zu tun.

Hand aufs Herz

Außerdem – seien wir ehrlich. Als Hotel- und Gastromitarbeiter stehen wir doch auf diesen (positiven) Stress, wenn drei Touristenbusse gleichzeitig zum Check In vorfahren; wenn das Wetter plötzlich schön wird und die Terrasse sich von 0 auf 100 mit Gästen füllt, wenn ein großes Event ausgerichtet werden will; etc. All das meistern wir im Team mit großartigen Kollegen um uns herum. Das sind genau die Situationen, in denen wir aufblühen und uns so richtig lebendig fühlen!

Und ist es nicht so, dass ein starker Selbstwert gepaart mit Stolz auf sich selbst, die gemeinsamen Erfolge im Team und die Dankbarkeit in den Augen & Worten der Menschen, für die wir alles geben, nicht all den Stress kompensieren?

Da haben Sie Ihre Work-Life-Balance.

Wir lieben krumme Dinger

By | Allgemein

Fakt ist: wir Menschen lieben Essen. Gutes Essen hat für die meisten von uns einen sehr hohen Stellenwert. Wir denken immer ans Essen – laut einer Studie der Universität Ohio mindestens ein Mal pro Stunde. Die Aussicht auf ein gutes Mittag- oder Abendessen stimmt uns froh. Die Banane am Morgen gibt unseren Hirnzellen Power. Deswegen lieben wir sie so, diese krummen Dinger.

Obst, Wasser & Kaffee gratis - und zur Mittagspause?

Viele Unternehmen bieten es ganz selbstverständlich an. So verwundert es nicht, dass viele Arbeitnehmer dies auch schon als Basic voraussetzen und erwarten. An der Grundversorgung seiner Mitarbeiter sollte man also im Idealfall nicht sparen.

Der Vormittag ist geschafft, der halbe Tag rum und nach der Mittagspause vergeht der Tag gleich viel schneller. Jeden Tag dasselbe Spiel: Wohin zum Lunch und was essen?

„Ich wollte mich doch eigentlich gesünder ernähren, aber es wäre jetzt viel einfacher zum Fast Food Dealer um die Ecke zu gehen…“

Verfügt Ihr Unternehmen über eine eigene Mitarbeiterkantine ist es ziemlich einfach. Eigentlich.

Was sollte eine Mitarbeiterkantine können?

Laut der Stepstone Studie „Jobsuche im Fokus“ vom 30.09.2018 wünschen sich immerhin 46% der Arbeitnehmer eine Kantine bzw. einen Essenszuschuss. Befragt wurden 30.000 Fach- und Führungskräfte.

Eine Kantine sollte allerdings mehr können als „existieren“. Mitarbeiter wünschen sich ein angenehmes Ambiente. Die Räumlichkeiten sollten also ansprechend gestaltet und einladend sein. Einen angemessenen Rahmen für das Socializing mit den Kollegen bieten. Das steigert den Wohlfühlfaktor und letztlich auch die Mitarbeiterbindung.

Das Essensangebot sollte über Schnitzel und Pommes hinausgehen, qualitativ hochwertig und abwechslungsreich sein. Wie wäre es mit Thementagen zum Beispiel? Jeder sollte die Möglichkeit haben auch etwas Gesundes zu finden. Vegetarische und vegane Speisen (die über den Beilagensalat ohne Dressing hinausgehen) kommen als Alternative immer wieder gut an – nicht nur bei Vegetariern.

Zu guter Letzt sollte natürlich auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmen.

Passt das alles, so haben Sie schon einmal viel für die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter getan. Und weit mehr als andere. Auf Bewertungsportalen wie kununu und glassdoor ist immer wieder zu sehen, wie bedeutsam die oben genannten Faktoren sind.

 

Ich selbst habe schon einmal für einen Konzern gearbeitet, der ein eigenes Restaurant für seine Mitarbeiter hatte. Dieses wurde auch nicht unsexy Kantine genannt, sondern hatte einen richtigen (Restaurant-) Namen. Die Grundzufriedenheit der Mitarbeiter in diesem Unternehmen war tendenziell eher negativ. Positiv konnten sie sich nur über dieses Restaurant äußern. Letztlich war dies ein so ausschlaggebender Punkt, dass sie es sich drei Mal überlegten, bevor sie sich nach einem anderen Arbeitgeber umsahen. Mitarbeiterbindung par excellence.

 

Alternativen

Ihr Unternehmen besitzt keine eigene Kantine und auch nicht die Möglichkeit eine einzurichten? Kein Problem. Werden Sie kreativ. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern einen Mehrwert. Mit etwas Initiative ist das kostengünstig umsetzbar.

Da gibt es zum einen die digitale Essensmarke von Spendit, mit der Sie Ihren Mitarbeitern die Kosten für ihr Mittagessen bis zu einem bestimmten Betrag steuerfrei erstatten können.

Zum anderen gibt es noch das gute alte Networking. Vernetzen Sie sich mit den Gastronomen in Ihrer Umgebung und handeln Sie einen Deal aus, der Win-Win für beide Seiten darstellt.

Wie kann so ein Deal aussehen?

  • Wählen Sie Gastronomiebetriebe in Ihrer Nähe aus. Dabei sollte das Angebot breit gefächert und für jeden etwas dabei sein: Gesund, Fast Food, Bäckerei, Veggie, etc.
  • Vereinbaren Sie einen Rabatt mit den Gastronomen, den Ihre Mitarbeiter in Anspruch nehmen können, wenn sie in ihrer Mittagspause dort essen gehen und sich entsprechend ausweisen können.
  • Haben Sie eine Vereinbarung gefunden, kommunizieren Sie diesen Mehrwert! Informieren Sie alle Ihre Mitarbeiter.
  • Der Gastronom hat mehr Kundschaft und Ihre Mitarbeiter haben eine gute Auswahl und Rabatt!

Es erscheint Ihnen vielleicht als unbedeutende Kleinigkeit, aber es macht einen Unterschied. Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken. Wir haben mit dieser „kleinen“ Maßnahme bei unseren Projekten sehr gute Erfahrungen gemacht. So haben wir für einen unserer Kunden das „LunchBand“ entwickelt. Dieses dient zum einen als Identifikationsmerkmal beim Gastronomen und hat sich darüber hinaus als Mode Accessoire bei den Mitarbeitern entwickelt.

Es ist einfach

Erfüllen Sie das Grundbedürfnis des Menschen nach Nahrung und tun Sie ihm damit etwas Gutes- und sich selbst. Mit einfachen Maßnahmen können Sie Ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern, Ihre Mitarbeiter an sich binden und dafür sorgen, dass sie bei Ihnen zufrieden sind.